ChristianReinholdLogoReinholdBlick ins Innere

Was tun wir ,wie und weshalb.

Die Orgelwerkstatt Christian Reinhold besteht nunmehr seit 1995.

  • Nach der Tätigkeit als Orgelreparateur bei der sächsischen Landeskirche erfolgte die weitere Ausbildung bei Orgelbaumeister Franz Rietzsch in Hiddestorf bei Hannover und abschließend bei Firma Hermann Eule in Bautzen.
  • Die Zeit dort war geprägt von der Mitarbeit an Restaurationen der Silbermann - Orgel in Oederan und der Dohnat - Trost Orgel in der Schlosskapelle Eisenberg. Pflege- und Stimmarbeiten führten mich durch ganz Deutschland.
  • Das Bestreben, Erlerntes ganz individuell an eigener Arbeit zu verwirklichen führte 1995 zur Gründung der Firma. Wachsender Auftragsbestand und die Arbeit vor allem auch an der Instandsetzung größerer Instrumente bedingte sehr bald die Anstellung von Mitarbeitern, welche aus anderen Handwerksberufen kommend, immer im eigenen Betrieb qualifiziert wurden.
  • Die einstmals blühende Industrie in Mittelsachsen ermöglichte besonders zwischen den beiden Kriegen den Bau großer, pneumatischer, oft 3 - manualiger Orgeln mit durchaus über 50 Registern.
  • Gerade die Instandsetzung dieser Instrumente aber auch die Restauration und Pflege unserer älteren, historischen mechanischen Orgeln der bekannten sächsischen Orgelbaufirmen dominieren das Arbeitsfeld.
  • Mit der Wiederherstellung des ursprünglichen Klangbildes klassischer und romantischer Orgeln konnte die Firma anerkannte Erfolge verzeichnen, so etwa in Callenberg, im Dom zu Wurzen oder in der Lutherkirche in Zwickau.
  • Die Gestaltung eines einheitlichen neuen Orgelklanges auch unter Mitverwendung älteren Materiales konnte jeweils mit überzeugendem Ergebnis bei unseren Neubauten in Mülsen St. Micheln oder in Ebersbrunn gemeistert werden.
  • Gut gelungene Um- und Neuintonationen verbunden mit grundlegender technischer Überholung mehrerer Orgeln aus den 50 u.60-ziger Jahren in Niedersachsen haben uns Anerkennung und wiederholt Aufträge in dieser Region gebracht.
  • In den letzten Jahren sind wir auch mit Pflegen, Reparaturen und Neuintonationen im Münsterland tätig.
  • Erfreulich für eine kleine Firma sind immerhin schon 5 neu erbaute Orgeln.
  • Zu meiner Firmenphilosophie gehören schon seit Jahren die Aspekte Nachhaltigkeit und Sparsamkeit. Der letztere aus der Situation nicht nur der Kirchen in der DDR geschuldet. Unsere Vorfahren haben unter erheblichen finanziellen Opfern das damals beste Verfügbare für ihre Gotteshäuser angeschafft.
  • Aus Sicht der Nachhaltigkeit stecken gerade in den häufig so abgewerteten Orgeln des 20. Jahrhunderts oft wertvolles einheimisches oder Tropenhölzer und mit viel Energie aufwändig gewonnenes Zinn, Blei und Kupfer.
  • In den letzten Jahrzehnten wurden mit viel ideologisch geprägter Euphorie wertvolle Instrumente welche 2 Weltkriege überstanden hatten regelrecht eingestampft und die Gemeinden mit allein schon vom Material her häufig minderwertigen Neubauten „beglückt“.
  • Diese Orgeln werden nun merkwürdiger weise auch schon wieder entsorgt um Neubauten in vermeintlich stilreiner Barockmanier, klassischen französischen oder sinfonischen Orgeln zu weichen.
  • So ist es durchaus nachvollziehbar, dass verantwortlich handelte Kirchgemeindevertreter heute vermehrt über die Anschaffung von modernen und häufig preisgünstigen elektronischen Instrumenten nicht nur nachdenken. Einen ganzen Teil Schuld sehe ich hier durchaus auch bei meinen geschätzten Kollegen und ihren Beratern selbst. Auch die Orgelbaupreise sind in den letzten Jahren oft unverhältnismäßig gestiegen.
  • Orgelneubauten, so erfreulich auch immer für wohl jeden Orgelbauer, waren eigentlich nicht das erklärte Ziel bei der Firmengründung.
  • Bedingt durch die auch von den Denkmal- Kirchenbehörden angestrebte Erhaltung der Orgellandschaft Sachsen wurden solche nicht in nennenswerter Zahl überhaupt realisiert. Wenn, dann zumeist von den größeren, etablierten Firmen.
  • In sofern besteht unser derzeitiges und auch das zukünftige Hauptarbeitsfeld in der Pflege, Reparatur und Restauration sowie dem Umbau der vorhandenen Instrumente.
  • Dies ist Firmenphilosophie und nicht Ausweg zur Arbeitsbeschaffung mangels Masse an „Neuproduktion“.
  • Allerdings kann ich auf diesem Gebiet auf einen erheblichen Vorsprung an erworbenem Wissen über Orgeln jeder Generation, mit ihren verschiedenen Traktursystemen und Klangbildern zurückgreifen.
  • Eine bestehende Orgel wirklich zu verbessern bedarf es immer das hinein denken in die Konzeption des ursprünglichen Erbauers. Ebenso ist aber auch die Bestimmung des Instrumentes – und dies ist hauptsächlich die Verwendung im Gottesdienst – nicht aus dem Auge zu verlieren.
  • Überdies kommt der Realisierung solcher Projekte unsere Firmengröße und –truktur erheblich entgegen. Als selbst tätiger Chef mit 3 in dieser Richtung ausgebildeten Mitarbeitern bedarf es keiner Konstruktions- und Restaurationsabteilung mit viel Papier und Übermittlungswegen auf welchen es erfahrungsgemäß immer wieder zu unvermeidlichen „Verlusten“ und Missverständnissen kommt.
  • Erstbesichtigung, Projekt und Kostenermittlung liegen allein in meiner Hand. Beim späteren Abbau der Orgel bin ich selbst beteiligt- hier können und müssen schon oft korrigierende Entscheidungen getroffen werden.
     
  • So bekommen Sie eine individuelle Leistung meiner Firma, natürlich unter erheblicher Beteiligung der engagierten Mitarbeiter aber, um bildlich zu sprechen, in einer „ Tonart“ geliefert.

  • Wir kennen alle hinreichend die gesamtkirchlichen Situationen im Bezug auf Finanzen und Stellenplanungen.

Trotzdem ist jedes Orgelbauprojekt auch ein Signal von Hoffnung in die Zukunft...